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Gerhart-Hauptmann-Medaille

am 19. Mai 2002 in der Dortmunder Westfalenhalle

Ende Oktober 2001 erhielt ich einen Brief, in dem es hieß: "Seit dem Jahre 1962 verleiht der Patenschaftsarbeitskreis Waldenburger Bergland/Dortmund anläßlich der alle 2 Jahre stattfindenden Waldenburger Heimattreffen in der Patenstadt Dortmund die Gerhart-Hauptmann-Medaille. Mit dieser Auszeichnung sollen Personen oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für die kulturellen Beziehungen und den Erhalt der niederschlesischen Kultur ausgezeichnet haben.

Ihre Filme über Niederschlesien von Görlitz bis Breslau sind und waren Highlights für alle Fernsehzuschauer. Nicht umsonst wurden diese Filme bereits mehrfach wiederholt. Ihre Bücher wolllen wir in diesem Zusammenhang natürlich nicht vergessen.

Der Patenschaftsarbeitskreis hat einstimmig beschlossen Ihnen diese Auszeichnung anzutragen und wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Auszeichnung entgegennehmen würden. Die Verleihung würde am Pfingstsonntag 2002 in Dortmund in der Westfalenhalle erfolgen."

Am 19. Mai 2002 wurde mir in einer festlichen Stunde die Urkunde und die Gerhart-Hauptmann-Medaille verliehen. Der Wortlaut der Urkunde: Der Patenschaftsarbeitskreis Waldenburger Bergland/Dortmund als Vertreter der Bevölkerung des Stadt- und Landkreises Waldenburg in Schlesien überreicht Herrn Ekkehard Kuhn die zum Gedenken an den 100. Geburtstag Gerhart Hauptmanns, eines großen Sohnes des Waldenburger Berglandes, gestiftete Gerhart-Hauptmann-Medaille in Anerkennung seiner Verdienste um die zukünftige Bedeutung des Waldenburger Berglandes als Teil Schlesiens im weiter wachsenden Europa der Regionen. Mit seinen Büchern und Filmen hat er wichtige Beiträge geleistet zur vorurteilsfreien Betrachtung der schlesischen Gegenwart ebenso wie zur Bewahrung der bisherigen schlesischen Geschichte. Dortmund, den 19. Mai 2002 Patenschaftsarbeitskreis Waldenburger Bergland/Dortmund Uwe-Jürgen Hesse 1. Vorsitzender

Auf der Rückseite der Medaille, die das Relief des Kopfes von Gerhart Hauptmann zeigt, steht der Text: Ekkehard Kuhn für seine bedeutenden Verdienste um die künftige Position der schlesischen Heimat im wachsenden Europa der Regionen. Patenschaftsarbeitskreis Waldenburger Bergland/Dortmund Dortmund, den 19. Mai 2002

Nach der Laudatio und der Verleihung der Medaille bedankte ich mich in einer längeren Rede, in der ich u.a. mitteilte, dass meine Eltern beide aus dem Waldenburger Bergland stammten."Wenn ich hier vor Ihnen, den vielen Waldenburger stehe, so muß ich an meine Eltern denken, die ihre Heimat so liebten. Leider konnten sie meine Filme und Bücher über Schlesien nicht mehr erleben. Meine Mutter starb schon 1979. 1985 schrieb ich meinem Vater von der Schneekoppe eine Ansichtskarte, als ich meinen ersten Film über Flucht und Vertreibung drehte: "Das deutsche Nachkriegswunder - Leid und Leistung der Vertriebenen", der nachher so ungemein erfolgreich wurde und großes Aufsehen erregte. Mein Gruß von der Schneekoppe hat meinen Vater nicht mehr bei Bewußtsein erreicht. Als gläubiger Christ aber habe ich doch das Gefühl, dass die Eltern alles mitbekommen und auch heute hier im Geiste mit dabei sind. Sie können sich freuen. Ihre Saat der Heimatliebe ist aufgegangen. Im Vorwort zu seinem schon erwähnten "Schlesischen Musenalmanach" hatte mein Vater die Hoffnung ausgedrückt, daß von seiner Arbeit auch eine Wirkung ausgeht. Er schrieb: "Wenn es mir gelungen sein sollte, durch meine Darstellung auch in den Herzen unserer eigenen Nachkommen ein Gefühl des Stolzes und der Dankbarkeit für die einstige Heimat ihrer Vorfahren wachzuhalten, ist es mir eine große Freude und eine innere Genugtuung."  Dass mein engagiertes Tun für Schlesien heute mit der Gerhart-Hauptmann-Medaille der Waldenburger belohnt wird, ist der schönste Beweis dafür, dass dies meinem Vater gelungen ist. Ich danke also für das Hiersein heute auch meinen Eltern und allen Waldenburgern, die mir die Auszeichnung ans Herz legen."

Meine Dankesrede beendete ich mit Versen, die ich hier ausschnittweise anführen möchte:


Waldenburg -

was für ein Name und ein Klang

als gingst du wandernd durch die Wälder

und oben steht das Schloss, die Burg am Hang -

denkst an der Eltern Heimat - und dir selber

wird dieses schöne Bergland nah.


Schloss Fürstenstein trohnt über der Weite

die Felder wiegen sich im Wind

du siehst die alten Bilder als Geleite,

die in der Seele unauslöschlich sind.


Erinnerung und den Zusammenhang,

das kann dir niemand wieder nehmen.

Es bleibt der Eltern Heimat-Klang

sie gehen neben dir - wie Schemen


Du gehtst mit ihnen durch die Orte,

in denen sie geboren sind.

Du sprichst mit ihnen leise Worte -

die Eltern sterben nie - für dich als Kind !

...

Die Heimat bleibt in allen Herzen,

die es so wollen, immer schön -

auch wenn Erinnerungen schmerzen

bei einem neuen Wiedersehn

...