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Kulturpreis Schlesien

20. Juni 1998 im Remter des Rathauses in Breslau

Am 4. April 1997 bekam ich von Prof. Peter Becker, Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hannover, einen Anruf, in dem er mir mitteilte, dass er mich für den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachen vorschlagen will. Nicht nur für "Schlesien - Brücke in Europa" sondern insgesamt für mein langjähriges Engagement für den Osten. Im Briefpaket, mit dem ich ihm - auf seine Bitte - Werke meiner Arbeit zugeschickt habe, bedankte ich mich für seine Idee: "Nichts ist schöner als wenn ein Mensch in seinem Bemühen und Zielen "entdeckt und erkannt" wird. ...von allen meinen vielen Produktionen war und ist mir die letzte die allerliebste ("Schlesien - Brücke in Europa". Anmerkung des Autors). Schließlich geht es hier auch um meine Heimat (die ja, wie ich seit Freitag weiß, auch die Ihre ist) (Prof. Peter Becker stammt aus Habelschwerdt im Glatzer Bergland. Anmerkung des Autors). Eine Preisverleihung in der Aula Leopoldina der Universität Breslllau 1998 wäre die Krönung meiner Arbeit und meines ganzen Bemühens. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie ich mich darüber freuen würde. Sie überträfe aus vielerlei Gründen noch die Bedeutung des Bayerischen Fernsehpreises."

Am 22. Juni erhielt ich in einem Brief von Prof. Becher die Mitteilung, dass die Jury für den Kulturpreis Schlesien einstimmig beschlossen hat, mir einen Sonderpreis anzutragen. "Mit ihrem eindrucksvollen filmischen und publizistischen Schaffen sind Sie an einer langen Reihe von Anwärtern für einen der Preise vorbeigezogen. Ich freue mich mit Ihnen. Für den sogenannten Hauptpreis ist bereits vor einem Jahr die polnische Lyrikerin Urszula Koziol bestimmt worden. Je einen Sonderpreis hat die Jury nach Ihnen an die deutsche Schriftstellerin Karin Reschke und an den Museologen Mgr. Pawel Kozerski, der im Brieger Museum die bedeutendste Ausstellung zur Kunstgeschichte Schlesiens betreut und zu dessen besonderen Verdiensten die Restaurierung der Renaissanceanlagen des Brieger Piasten- Schlosses gehört, vergeben."

Die festliche Preisverleihung fand am 20. Juni 1998 im Remter des Breslauer Rathauses statt und nicht - wie vorher angekündigt - in der Aula Leopoldina der Universität. Dort wurde der Saal für den zweiten Akt der Oper Tosca benötigt, die am Abend Premiere hatte ( den 1. Akt gab es in der Maria-Magdalena-Kirche, der dritte wurde auf dem Partisanenhügel, der früheren Liebighöhe gespielt - Der Grund dafür war die noch anhaltende Renovierung des Breslauer Opernhauses).

Der Schlesische Kulturpreis, der das 21. mal verliehen wurde und den so bedeutende Persönlichkeiten wie der Dirigent Kurt Masur und der Historiker Fritz Stern erhalten haben, war 1977 in Niedersachsen durch den damaligen Ministerpräsidenten Enst Albrecht gegründet worden. Aus der Auszeichnung für vertriebene Kulturschaffende aus Schlesien wurde in den 90er Jahren ein deutsch-polnischer Verständigungspreis, den auch Polen aus dem heutigen Schlesien erhalten konnten. Zum dritten mal fand die Verleihung 1998 in Breslau statt.

In der Ansprache des Breslauer Woiwoden Witold Krochmal hieß es: "Am heutigen Tage würdigen wir auch Ekkehard Kuhn. Sein Film und sein Buch über die Geschichte Schlesiens schlagen Brücken, die Deutsche, Polen und Tschechen verbinden. Die in Ihrem Film gezeigte schlesische Geschichte, das Porträt von Menschen verschiedener Nationalitäten, die einvernehmlich und einander achtend leben, ist für uns ein lebendes Bild und für die nächsten Generationen eine wunderbare Chronik dieses Gebiets."

In der Laudatio von Prof. Dr. Gerhard Bartodziej, Abgeordneter für die Deutschen in Schlesien im polnischen Sejm, hieß es: "Ein Werk wie "Schlesien - Brücke in Europa" gewährt einen Einblick nicht nur in das Können sondern auch in die Persönlichkeit seines Schöpfers...Geschichte, Menschen und Landschaften werden mit großer Empfänglichkeit für unvergängliche Werte und mit viel Gefühl für den geschichtlichen Zeitverlauf dargestellt...Der Vision des Filmautors entsprach es, daß Schlesien nicht nur eine Region  w a r, die Verbindungen mit anderen Regionen Europas hatte, sondern eine, die heute auch ein Brücke  s e i n  s o l l t e  in dem sich zwischen Ost und West einigenden Europa."

Stimmen zur Preisverleihung:

"Zur Verleihung des 'Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen gratuliere ich herzlich. Damit findet Ihr Werk eine weitere offizielle Anerkennung und es besteht die Chance, daß es nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Besonders erfreulich ist, daß die Entscheidung von einer deutsch-polnischen Jury getroffen wurde." Heinrich Windelen, Bundesminister a.D.

"Du hast Dich um Schlesien verdient gemacht und ich freue mich von Herzen über den Dir zuerkannten "Schlesierpreis des Landes Niedersachsen", der sowohl Dein "Lebenswerk", das ist sehr schön gesagt, wie Deine redaktionelle Leistung umfaßt. Ich gratuliere Dir sehr herzlich  und all Deinen Mitarbeitern. Gerne kommen wir zu den Feierlichkeiten nach Breslau." Bolko Graf von Hochberg Fürst von Pless

"Wir freuen uns, daß Ihr Wirken für unsere schlesische Heimat eine verdiente Anerkennung findet. In Ihren Filmen und Büchern zeigen Sie, daß Sie ein guter Kenner von Schlesien und ein ausgezeichneter Beobachter sind. Eindrucksvoll spiegelt sich Ihre Liebe zu dem Land und seinen Menschen in Ihren Arbeiten wider. Wir danken Ihnen dafür, daß es Ihnen gelungen ist, überall in Deutschland Menschen den Blick für das Land Schlesien auf deutscher und polnischer Seite zu öffnen. In der Grenzstadt Görlitz ist ein harmonisches Zusammenleben mit dem polnischen Nachbarn eine wichtige Basis für die Zukunft. In sehr sensibler Weise trugen Ihre Arbeiten dazu bei, den Nachbarn mit seiner Geschichte besser zu verstehen." Rolf Lammert, Renate Winkler, Görlitzer Theater- und Musikverein e.V.