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Bayerischer Fernsehpreis

18. Oktober 1996 im Nationaltheater München

Am 29. September 1996 erhielt ich vom Leiter der Bayerischen Staatskanzlei Prof. Dr. Kurt Faltlhauser einen Brief, in dem es hieß:                                  "der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber verleiht Ihnen auf Vorschlag der Jury den Bayerischen Fernsehpreis 1996. Ich freue mich und gratuliere Ihnen zu dieser Auszeichnung, die Sie für Ihre herausragende Leistung als Autor "Schlesien - Brücke in Europa" erhalten, sehr herzlich..."

Diese Mitteilung kam für mich völlig überraschend, weil sich das ZDF nicht mit diesem Film sondern mit anderen für den Preis beworben hatte.

Die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises, den auch mein polnischer Ko-Autor Andrzej Falber erhielt, fand am 18. Oktober 1996 im Nationaltheater München statt. Aus Anlaß der 10. Münchner Medientage war das große Opernhaus ausnahmsweise der Veranstaltungsort für den festlichen Abend, der im Bayerischen Fernsehen übertragen wurde. Anschließend gab die Bayerische Staatsregierung einen Empfang im Kaiser- und Vierschimmelsaal der Münchner Residenz.

Dass mein Engagement für Schlesien mit dieser glanzvollen Preisverleihung belohnt wurde, hat mich damals sehr bewegt und ist auch heute noch ein Höhepunkt in meinem beruflichen Leben.

Schon seit Jahren wollte ich einen Film über Schlesien machen. Als gebürtiger Schlesier ärgerte es mich, dass dieses schöne, große, wirtschaftlich und kulturell so reiche ostdeutsche Land von den Deutschen schon vergessen war. 

1994 meldete sich in unserer ZDF-Redaktion Zeitgeschichte der polnische Filmemacher Andrzej Falber mit dem Auftrag des polnischen Fernsehens TVP, für einen Film über "Polen und Deutsche" einen deutschen Koproduzenten zu suchen. Aus meinem Wunsch etwas für Schlesien zu machen und der polnischen Suche nach einem Koproduzenten entstand in unserer Redaktion der konkrete Entschluss zu einem Zwei-Teiler "Schlesien - Brücke in Europa". Es sollte eine Koproduktion zwischen dem staatlichen polnischen Fernsehen und dem ZDF werden. Ein Koproduktionsvertrag wurde vorbereitet. Kurz vor der verabredeten Unterzeichnung gab es plötzlich Ausflüchte in Warschau. So schnell ginge alles nicht. Mein polnischer Koautor vermutete dahinter politische Motive.

Die beiden Filme "Schlesien - Brücke in Europa" von jeweils 50 Minuten wurden nach dem Scheitern der offiziellen Zusammenarbeit mit dem polnischen Fernsehen als ZDF-Eigenproduktion fertiggestellt.  Mit meinem polnischen Koautor hatte ich keinerlei Probleme bei der Abstimmung des Inhalts.

Bei der Verleihung des Preises im Münchner Nationaltheater wollte ich in meiner Dankesrede zunächst erzählen, dass ich in München studiert habe, dass ich das so schön wiedererrichtete Theater noch als Ruine gekannt hätte, aber kurz davor erschienen mir alle persönlichen Dinge banal. Schlesien allein war wichtig. "Ich freue mich vor allem für alle Schlesier - für die deutschen und die polnischen", begann ich meine kurze Rede. Dann zog ich die historische Verbindung von Schlesien und Bayern, die sicher viele Nicht-Schlesier überraschte: "Dass dieser Film Schlesien - Brücke in Europa den Bayerischen Fernsehpreis erhält, hat - so finde ich - eine ganz besondere Bedeutung. Die Schutzpatronin aller Schlesier ist die Heilige Hedwig und diese großartige Frau stammt aus Bayern." Dann sprach ich meinen Wunsch aus, der mich beseelt und den ich spontan formulierte: "dass der Film Schlesien - Brücke in Europa dazu beitragen kann, dass das geschieht, was wir uns alle wünschen: ein vereintes Europa in Frieden und Freiheit!"

Stimmen zur Preisverleihung:

"Ich war sehr beeindruckt von der Preisverleihung in München und besonders von Deinen so bewegenden Worten, die alle merkbar auch erreicht haben..." Bolko Graf von Hochberg Fürst von Pless

"Es freut mich, dass Ihre Arbeit als Autor anerkannt wurde, aber auch dass unser Thema "Schlesien" durch die Auszeichnung anerkannt wurde..."     Gustl Huber, Landesgeschäftsführer BdV, Landesverband Bayern

"Diese Auszeichnung haben Sie für die großartige Leistung voll verdient..." Joachim Czernek, Abgeordneter für die Deutschen in Schlesien im Polnischen Parlament, Oppeln  

"1996 war für uns Schlesier ein Gutes Jahr dank Ihrer großartigen Leistung den Film Schlesien- Brücke in Europa in das Fernsehen zu bringen. Wie freute ich mich Sie bei der Verleihung des Fernsehpreises zu sehen "Wer die Welt am Wanderstab durchmessen, wer auf deutscher Erde sinnend stand, schönheitstrunken wird er nie vergessen Schlesien, dich mein Heimatland" (nach Pankraz Geier 1506 !) Annemarie Hanke, Iserlohn

"Ich gratuliere Ihnen wärmstens zur Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises 1996. Ja, den haben Sie wahrlich verdient! Außerdem wünsche ich Ihnen, daß der Fernsehfilm nun endlich auch im polnischen Fernsehen ausgestrahlt wird..." Horsts G.W. Gleiss NATURA ET PATRIA VERLAG, Rosenheim

"Es muß Sie doch stolz und glücklich machen, wenn Sie sehen, was Sie mit Ihren Sendungen "angerichtet" haben. Auch ich bin stolz auf solch einen Landsmann. Meinen herzlichen Glückwunsch für den Bayerischen Fernsehpreis..." Erwin Schubert, Flensburg

"Die Nachricht, daß Sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis geehrt wurden, habe ich mit großer Freude aufgenommen. Ich gratuliere Ihnen herzlich dazu. Mit der Dokumentation "Schlesien - Brücke in Europa" ist es Ihnen gemeinsam mit Ihrem Mitautor, Herrn Falber, in überzeugender Weise gelungen, Vorurteile abzubauen, mit denen der Begriff "Schlesien" auch heute noch belastet ist. Darüberhinaus zeigt der Film Perspektiven für das neue Schlesien, in dem ein vertrauensvolles Miteinander von Polen, Tschechen und Deutschen möglich ist.  

Als Oberbürgermeister der östlichsten Stadt Deutschlands sind diese Perspektiven für mich von besonderer Bedeutung, da sie unmittelbar die Görlitzer Entwicklung betreffen. Im Hinblick auf ein geeintes Europa konnte hier an der Schnittstelle zwischen Deutschland und Polen bereits vieles erreicht werden. Mit ihrem Film haben Sie dieses Anliegen in besonderer Weise befördert; gleichzeitig haben Sie die Zuschauer mit unserer wunderschönen Stadt vertraut gemacht. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle nochmals danken." Matthias Lechner, Oberbürgermeister von Görlitz