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wer bin ich ?

Zu meinem 70. Geburtstag erschien in der Zeitschrift SCHLESIEN HEUTE ein Artikel mit der Überschrift "Für die Heimat und die Freiheit - Der Fernsehjournalist und Autor Ekkehard Kuhn wird 70"

In ihm schrieb ihr Herausgeber Alfred Theisen:

"...Wie kaum ein anderer hat der Autor und Filmemacher Ekkehard Kuhn als Redakteur des ZDF durch exzellente Dokumentarfilme vor Augen geführt, wie gerade übers Fernsehen erstklassige Aufklärungs- und Bildungsarbeit betrieben werden kann.

So hat er die Themen "Vertreibung", "Schlesien" und "Deutschland" mutig und sachkundig schon in der Zeit vor dem Fall der Mauer im deutschen Fernsehen behandelt...1987 erschien zum Beispiel sein Buch zur Fernsehsendung "Nicht Rache, nicht Vergeltung - Die deutschen Vertriebenen" in dem er die breite Öffentlichkeit über dieses düstere Kapitel europäischer Zeitgeschichte aufklärte, ohne alte Wunden aufzureißen...("Nicht Rache, nicht Vergeltung - Die deutschen Vertriebenen" war der Buchtitel. Die Fernsehsendung im ZDF hatte den Titel "Das deutsche Nachkriegswunder - Leid und Leistung der Vertriebenen". Anmerkung des Website-Autors)

Ekkehard Kuhn wurde am 9. Juni 1938 als Sohn aus dem Kreis Waldenburg stammender Eltern in Zodel an der Neiße, nahe bei Görlitz, geboren. Nach dem Abitur 1956 in Görlitz flüchtete der christlich und freiheitlich gesinnte, angehende Student 1959 aus politischen Gründen Richtung Westdeutschland. Bis 1967 studierte er dort an der Universität München Publizistik, Theaterwissenschaft, Slawistik und Osteuropäische Geschichte und schloss mit dem Magister Artium ab. Anschließend begann sein Volontariat beim ZDF, wo er seit 1970 eine feste Anstellung fand und später zum stellvertretenden Leiter der Redaktion Zeitgeschichte aufstieg...

Millionen für Schlesien begeistert

...Wie kein anderer hat er in all diesen Jahren nicht nur für Görlitz, sondern für das ganze von ihm geliebte Schlesien ...wertvolle Aufklärung geleistet...Millionen Fernsehzuschauer und Leser sind von ihm durch sein breit angelegtes publizistisches Wissen erstmals von dem heutigen Schlesien ...motiviert worden.

...Um so ernster und größer ist der Dank an diesen herausragenden schlesischen Publizisten für sein segensreiches Wirken für Schlesien. Unter anderem wurde er 1996 für den Film "Schlesien - Brücke in Europa" mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt er für sein Gesamtwerk den von einer deutsch-polnischen Jury vergebenen Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen..."


Biographie und Geschichte

(diese Zusammenstellung habe ich vor einigen Jahren niedergeschrieben)

"Meine Erlebnisse am Ende des Zweiten Weltkrieges - vor allem die Rettung aus einer Geiselnahme - haben mich geformt und beeinflußt. Daraus erwuchs mein Hauptziel, mit dazu beitragen zu können, dass es keinen Krieg mehr gibt,

Mein Wunsch war es, Fernsehjournalist zu werden, Filme zu machen, die diesem Ziel dienen konnten. Ich hänge noch heute der Hoffnung und Meinung an, dass man aus der Geschichte lernen kann. Deshalb ist es notwendig mit Filmen immer wieder an die folgenreichen Fehler der Vergangenheit zu erinnern. Mit Bert Brecht gesagt: "Das Gedächtnis der Menschheit für erdultete Leiden ist erstaunlich kurz...laßt uns die Warnungen immer wieder erneuern !"

Nach dem Weggang aus der DDR 1959 - aus Angst vor einer drohenden Verhaftung aus politischen Gründen - wurde mein Ziel mit einem weiteren ergänzt, nämlich beizutragen, dass die Spaltung Deutschlands und Europas überwunden wird. Ich wollte die deutsche Einheit und habe sie in meinen beiden ersten Büchern vorhergesagt - 1987 und 1988.

Unser geteiltes Deutschland war ein mit Waffen vollgepfroptes Pulverarsenal, das jederzeit in die Luft fliegen konnte. Diese Bedrohung galt es zu verändern.

Durch mehrmalige berufliche Besuche in der Sowjetunion für das ZDF konnten wichtige Kontakte geknüpft werden, so vor allem mit Prof. Wjatscheslaw Daschitschew, dem sowjetischen Vordenker der deutschen Einheit von der sowjetischen Akademie, mit Nikolai Portugalow, dem Mitarbeiter von Valentin Falin, dem "Außenminister" der sowjetischen kommunistischen Partei und mit Valentin Falin selbst. Mein Chef und Freund Guido Knopp (Redaktionsleiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte) und ich haben in Moskau immer wieder die deutsche Einheit - als Vorteil auch für die Sowjetunion - angemahnt. Höhepunkte in meinem Berufsweg waren die beiden Treffen mit Michail Gorbatschow 1993 und 1994.

Für meinen Film "Gorbatschow und die deutsche Einheit" konnte ich Gorbatschow und fünfzehn weitere wichtige Leute interviewen, die beim Zustandekommen der deutschen Einheit beteiligt waren. Als aktiv Handelnde oder auch als Gegner.

Es ist heute sehr befriedigend zu erleben, dass beide Ziele, die man hatte, durch glückliche Umstände in der Politik erfüllt werden konnten. Wenn aus Träumen Wirklichkeit wurde. Wenn Biographie und Geschichte sich so zusammenweben.

Natürlich gibt es noch viele Probleme, die sich aus der deutschen Einheit und der veränderten Lage in Europa ergeben, aber im Verhältnis zu einem verhinderten Dritten Weltkrieg erscheinen sie doch sehr nachrangig."